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Löschzug Fürstenberg

 

Löschzug Fürstenberg(Oder)

 

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Kameradinnen und Kameraden

 

Seit nunmehr 125 Jahren fahren die Kameradinnen und Kameraden des heutigen  Löschzuges Fürstenberg/Oder 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr Einsätze jeglicher Art, um die Bürgerinnen und Bürger vor den drohenden Gefahren egal welcher Art zu schützen und in Not geratenen Menschen und Tieren zu helfen.

 

Mit Ausnahme des 1. und 2. Weltkrieges haben unsere Kameradinnen und Kameraden bis zum heutigen Tage die an sie gestellten Aufgaben stets in sehr hoher Qualität zum Wohle der Bevölkerung erfüllt, worauf wir alle zusammen recht stolz sein können und dürfen.

 

Zum heutigen Zeitpunkt gibt es im Löschzug Fürstenberg(Oder) 44 Einsatzkräfte davon eine Frau, 14 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und 15 Mitglieder der Alters-und Ehrenabteilung wovon zwei Frauen sind. Die Kameradinnen und Kameraden rücken jährlich zu ca. 140 Einsätzen aus.

 

In unserem Löschzug sind 4 Fahrzeuge, eine Feldküche, ein Schlauchtransportanhänger (STA), ein Eisrettungsgerät und ein Rettungsboot 2 (RTB 2)  stationiert. Der Fuhrpark beinhaltet ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/24 Baujahr 1996 Mercedes Benz), ein Löschgruppenfahrzeug (LF 16/TS Baujahr 1990 Mercedes Benz), einen Multicar (GW MZ Baujahr 1996) und einen Mannschaftstransportwagen (MTF Baujahr 2007 Ford Transit). Untergebracht sind Mannschaft und Gerät in unserer wunderschönen alten in dem Jahre 1923-25 erbauten Feuerwache.

 

Diese Feuerwache wurde im Laufe der Jahre bis auf die Erweiterung der Stellflächen für schwere Löschfahrzeuge den heutigen Bedingungen für den Einsatz-und Ausbildungsdienst angepasst, welches auch für die beiden großen Löschfahrzeuge gilt. Die Kameradinnen und Kameraden versehen sehr gerne ihren Dienst in „ihrer Wache“ und sind mit Recht stolz darauf, was sie in den zurückliegenden Jahren zur Werterhaltung der Wache beigetragen haben.

 

 

 

Chronik

 

 

Feuerlied zum Verbandstag 1923 in Fürstenberg/Oder

 

Dem Höchsten zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr

So soll unser Wahlspruch erklingen;

Und wird uns die Übung auch anfangs schwer;

Beharrlichkeit läßt sie gelingen;

Drum frisch, Kameraden, mit voller Kraft

Alltäglich an unserer Vollendung geschafft!

 

Ertönt das Alarmhorn bei Tag oder Nacht,

Dann gibt es kein Zaudern und Zagen;

Auf Helfen und Retten sind stets wir bedacht,

Gilt es auch das Leben zu wagen.

Wir wehren dem Feuer, wir wehren der Flut,

Wir helfen dem Nächsten, wo nötig es tut.

 

Nach redlicher Arbeit zum fröhlichen Fest,

da eilen erst recht wir zusammen;

Denn gerne der Wehrmann das Herz sich lässt

Zu heitern Frohsinn entflammen.

Treuliebend und kühn schlägt bei der Arbeit und Scherz,

Des freiwilligen Feuerwehrmanns Herz.

 

LZ

(Verbandstag 1923)

 

  • 1881 wurde der Grundstein zur Bildung der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenberg durch einen Feuerwehrfonds gelegt
  • 11.8.1890 trafen sich 22 Bürger nach vorrausgegangener Absprache in der Gaststätte "Goldener Löwe" und traten der Wehr bei
  • 13.10.1890 wuchs die Zahl der Mitglieder durch einen Aufruf des damaligen Bürgermeisters auf 81 Mitglieder an
  • 8.6.1891 erhält die nun 103 Mann starke Wehr die erste "Spritze"

 

LZ

 

  • ab 1914 nach Ausbruch des 1. WK erlitt die Wehr einen erheblichen Rückgang der Personalstärke
  • Juni 1919 nach einer langsamen Erholung  beschafften die Kameraden aus eigenen Mitteln eine fahrbare mechanische Leiter
  • bis 1925 diente das Hintergebäude des Rathauses als Feuerwehrdepot

 

LZ

 

  • Herbst 1925 konnte das neue Gerätehaus unter Leitung des Wehrleiters Franz Bockisch bezogen werden. Dieses wird noch Heute von der Freiwilligen Feuerwehr als Gerätehaus genutzt.

 

Gerätehaus

(das Gerätehaus im Jahre 1990)

 

Bokisch

(Franz Bokisch 1935)

 

  • 1943 – 1944 wurde den Kriegsbedingungen angepasst ein Bereitschaftszug für Großeinsätze gebildet. Dieser bestand aus 4 Feuerwehren (darunter Fürstenberg/Oder und Neuzelle) und kam nach 3 schweren Bombenangriffen zum Einsatz.

 

LZ

(Bereitschaftszug)

 

  • Sommer 1945 trugen die Kameraden alle verbliebene Gegenstände der Feuerwehr zusammen und lagerten sie ein. Zu dieser Zeit wurde das Gerätehaus von der Roten Armee benutzt.
  • 1947 – 1951 zählte die Wehr 17 Mitglieder. In diesem Zeitraum gab es kein Transportfahrzeug und so mussten die meisten Einsätze mit dem Handzug abgearbeitet werden.
  • 18.Januar 1956 Durch den Aufbau des Eisenhüttenkombinates und der Wohnstadt stiegen die Anforderungen. Die Einführung des Brandschutzsgesetzes leitete die neue Phase in der Arbeit der Feuerwehr ein.
  • 1959 wurde die Freiwillige Feuerwehr in Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Betriebsfeuerwehr in gemeinsamen Ausbildungslagern auf die neuen Anforderungen vorbereitet.
  • 1960 durch den Zusammenschluss der Städte Stalinstadt und Fürstenberg/Oder wurde die Stadt Eisenhüttenstadt gebildet. Dadurch vereinten sich auch die Feuerwehren zu einer gemeinsamen Wehr

 

Der Fahrzeugpark von 1952 – 1959

 

Fuhrpark

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